Gemeindebrief (barrierefrei)

II/2022: Kirche (er-)leben in Bonn 

Inhalt:

Andacht

Wie geht es weiter? 

Liebe Gemeinde, ich schreibe diese Andacht in den Ostertagen 2022. Das erste Osterfest war für die Jüngerinnen und Jünger Jesu mit dieser existentiellen Frage verbunden: Wie geht es weiter? Angesichts der Ereignisse von Verhaftung, Verurteilung und Kreuzigung Jesu und seiner Auferstehung am dritten Tag erzählen die Evangelien von Furcht, Trauer und Ratlosigkeit, aber auch von Freude, Hoffnung und Aufbruch. Die Empfindungen der Jünger*innen angesichts des Kar- und Ostergeschehens können wir auch heute nachvollziehen. Und die Frage: Wie geht es weiter mit dem christlichen Glauben und der Kirche?, ist für mich eine hochaktuelle Frage. Die regionale Tageszeitung hatte in der Gesamtausgabe für Karsamstag und Ostersonntag zwei große Überschriften auf der Titelseite: Zum einen „Neuer Rekord bei Austritten aus der Kirche – Zahl steigt in Bonn und der Region stark an“ und zum Anderen: „Ostern: Neubeginn an der Ahr“. Einerseits wenden immer mehr Menschen der Kirche den Rücken zu, andererseits gibt die Osterbotschaft, dass nach Zerstörung und Tod Leben möglich ist, Menschen in verzweifelten Lebenslagen Hoffnung. Die Jünger*innen brechen damals an Ostern auf, um diese gute Botschaft, dass das Leben und die Liebe siegen, weiter zu tragen. An Pfingsten gründen sie, gestärkt durch den heiligen Geist, die erste christliche Gemeinde in Jerusalem. Tausende, so berichtet der Evangelist Lukas euphorisch, wollen dazu gehören und lassen sich taufen, in der Hoffnung, dass Gottes Geist und seine gute Botschaft sie für ihren Lebensweg stärken, und ein Leben in solidarischer und friedlicher Gemeinschaft mit Gottes Hilfe gelingen kann. Wer wird unter uns die Botschaft so weitersagen? Wo werden sich Christinnen und Christen heute versammeln, um Gottes Wort zu hören und neu aufzubrechen, um das Leben mit Gottes Hilfe gut zu gestalten? Wie wollen wir seine Kirche sein, hier in Bonn, hier in Kessenich, Dottendorf und der Gronau? Das sind Fragen, die mich sehr beschäftigen, und ich möchte in meinem Fragen trauen auf die Osterbotschaft Christi: „Ich lebe und ihr sollt auch leben.“ Johannes 14, 19
Ihre Pfarrerin Stefanie Graner 

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Kirche in Bonn entdecken

Wir möchten Sie in diesem Gemeindebrief einladen, evangelische Kirche in Bonn zu entdecken – jenseits der Grenzen der Friedenskirchengemeinde und auch in anderen als parochialen Organisationsformen. 

Auf seiner Rüstzeit im vergangenen Jahr hat sich bereits das Presbyterium auf eine solche Entdeckungsreise begeben. Anlass war der Beginn der Überlegungen zum Pfarrstellenkonzept 2030 des Kirchenkreises. Uns war klar, dass wir in Zukunft als Gemeinden näher zusammenrücken müssen, wenn wir nur noch halb so viele Pfarrpersonen im Kirchenkreis haben werden. Darum haben wir die Gemeindebriefe und Homepages der Bonner Kirchengemeinden und Einrichtungen durchgesehen, um uns einen Überblick zu verschaffen, was, wo anboten wird und wo wir uns wie ergänzen können. Zwei Dinge sind deutlich geworden: Wie vielfältig das evangelische Angebot in den Bonner Gemeinden und im Kirchenkreis ist und wie kurz die Wege zwischen vielen unserer Kirchen und Gemeindezentren sind. Nun möchten wir auch Sie einladen, die evangelische Vielfalt in Bonn zu entdecken. 

Wir haben alle Bonner Gemeinden gebeten, uns jeweils ein Projekt ihrer Gemeinde vorzustellen, das in ihren eigenen Augen eine besondere Strahlkraft hat, das über die Gemeindegrenzen hinausreicht und in dem sich Menschen anderer Gemeinden punktuell als Mitarbeitende einbringen oder an dem sie teilnehmen können. Außerdem haben wir auch den Kirchenpavillon – unser Bonner City-Kirchen-Angebot, das Evangelische Forum – das Erwachsenenbildungswerk unseres Kirchenkreises und freibonn – den Verbund von Angeboten für junge Erwachsene in Bonn, gebeten, sich vorzustellen. Es gäbe noch sehr viel mehr vorzustellen, allein die Angebote des Diakonischen Werkes würden einen ganzen eigenen Gemeindebrief füllen. Wir haben uns beschränkt. Trotzdem hoffen wir, dass es ihnen geht wie uns – dass sie Lust bekommen, auch einmal jenseits unserer Gemeindegrenzen evangelisches Leben zu erkunden.
Michael Verhey 

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Evangelische Apostelkirchengemeinde

Jazz- und Gospelchor Swinging Rainbow 

Keine musikalisch-uniforme Einheitsware, sondern Gospelmusik, die unter die Haut geht – das ist seit der Gründung von Swinging Rainbow im Jahr 2000 Zielvorstellung und Anspruch des Chores, unter der Leitung von Sängerin und Chorleiterin Liane Pleuser. 

Zum Markenzeichen des Chores gehört seine stilistische Bandbreite vom African Gospel über poppige Gospelhits, Pat Metheny-Adaptionen bis hin zu den populären Gospelinterpretationen etwa von Händels „Halleluja“ oder Beethovens „Ode an die Freude“. 

Der Jazz- und Gospelchor Swinging Rainbow tritt in Gottesdiensten (selbst gestaltete Gospelgottesdienste oder Mitwirkung z.B. bei Konfirmation) und Konzerten innerhalb und außerhalb der Apostelkirchengemeinde auf (so z.B. am 6.11.22 in Ihrer Friedenskirchengemeinde). Intensive Chorwochenenden und Reisen sind Ansporn und stärken das Gemeinschaftsgefüge. Swinging Rainbow lebt stark aus der Gemeinschaft heraus: Jeder kann sich einbringen, jeder übernimmt Verantwortung. Das sehen Konzertbesucher schon daran, dass die Ansagen zu den Stücken ganz selbstverständlich von Chorsängerinnen und -sängern vorgetragen werden. 

Je nach Musikrichtung arbeitet der Chor mit ganz unterschiedlichen Ausdrucksmitteln, um religiöse Erfahrungen und Emotionen herüberzubringen. „Das bringt Spaß, Abwechslung, immer wieder neue Herausforderungen, und manchmal stellt es auch unsere Geduld auf die Probe“, sagt Chorleiterin Liane Pleuser. „Immer aber konzentrieren wir uns auf die stimmlichen Gestaltungsmöglichkeiten. Instrumentale Begleitung oder choreografische Elemente dominieren nicht, sondern unterstützen den Gesang.“ Inzwischen ist Swinging Rainbow weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Sänger*innen kommen aus dem gesamten Bonner Norden und den umliegenden Orten von Bornheim bis Holzlar zur wöchentlichen Probe am Dienstagabend in die Apostelkirchengemeinde.
Pfarrer Martin Hentschel Kontakt: Liane Pleuser (Leiterin) info[at]lianepleuser.de 

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Evangelische Auferstehungskirchengemeinde

Gemeinsam Gottesdienst unter freiem Himmel feiern 

Pfingsten ist ein wunderbarer Anlass, um draußen in der Natur Gottesdienst zu feiern. Da feiern wir, dass Gottes Geist die Jünger bewegt, aus den Häusern herauszukommen und den Menschen die Botschaft von der Auferstehung Christi weiterzugeben. Ganz besonders schön ist es, wenn sich zu diesem Fest mehrere Gemeinden zusammenschließen. Seit vielen Jahren feiern die Friedenskirchengemeinde und die Auferstehungskirchengemeinde am Pfingstmontag gemeinsam. Wir feiern Open-Air am Wegekreuz auf dem Venusberg. Leider mussten wir coronabedingt diese gute Tradition in den letzten zwei Jahren unterbrechen. Da ich erst seit gut zwei Jahren Pfarrer in Auferstehung bin, habe ich das gemeinsame Pfingstfest noch nicht miterlebt, aber ich habe viel darüber gehört. 

In diesem Jahr wollen wir unseren gemeinsamen Open-Air-Gottesdienst zum ersten Mal an Christi Himmelfahrt feiern. Auch dies ist ein wunderbarer Anlass, um draußen in der Natur Gottesdienst zu gestalten. Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, liegt das Fest noch vor uns. Wenn Sie den Gemeindebrief in Ihren Händen halten, liegt es bereits hinter uns. Pfarrerin Stefanie Graner und ich haben schon vor einigen Wochen die Planungen begonnen und einige schöne Ideen entwickelt. Es wird ein bunter Gottesdienst, mit Posaunen und Keyboard, mit Jung und Alt, mit Impulsen und gemeinsamen Aktionen. Und das alles – hoffentlich – unter offenem Himmel. Gleichzeitig haben wir unsere Gemeindeglieder eingeladen, am Pfingstmontag mit auf der Kirchwiese an der Friedenskirche zu feiern. 

Wenn wir so gemeinsam Gottesdienst feiern, ist das nicht nur eine quantitative Steigerung (weil mehr Leute zusammenkommen). Es hat auch einen geistlichen Mehrwert. Wir erleben im gemeinsamen Feiern die vielfältigen Gaben in unseren Gemeinden, und wir erfahren, dass wir durch den gemeinsamen Herrn miteinander verbunden sind. So werden Grenzen überwunden und Gemeinschaft gestärkt. Ich freue mich schon sehr auf diesen Himmelfahrts-Gottesdienst und hoffe, dass Sie ihn nicht verpasst haben!
Pfarrer Steffen Tiemann 

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Evangelische Kirchengemeinde Hardtberg

Willkommen kleiner Segen! 

Segen berührt, stärkt und schenkt Hoffnung – das empfinden viele Menschen. Nicht wenige kommen vor allem in den Gottesdienst, um Segen zu empfangen und ermutigt weiterzugehen. Das gilt vor allem in Phasen, in denen sich unser Leben sehr verändert und in denen wir Orientierung und Halt suchen. 

Die Idee aus den Erprobungsräumen der Evangelischen Kirche im Rheinland aufgreifend, laden wir einmal im Jahr frischgebackene Eltern in einem persönlichen Anschreiben zu einer Segensfeier. Ein Kind zu bekommen ist mit viel Freude aber manchmal auch mit Sorge um das kleine Baby verbunden. Mit einer Segensfeier für Babys sprechen wir dem Neugeborenen, den Eltern, Geschwistern und der ganzen Familie Gottes Segen zu. 

Eine Segensfeier für Babys ist keine Taufe und will es auch gar nicht sein. Die Taufe ist für den Täufling der Beginn einer lebenslangen Beziehung zu Jesus und der Beginn seiner Mitgliedschaft in Kirche und Gemeinde. Unabhängig davon, ob sich die Eltern für die Taufe entscheiden oder damit noch warten, ist jedes Kind von Anfang seines Lebens an Gottes geliebtes Kind. Das sagen wir dem Neugeborenen und seiner Familie in der Segensfeier zu und feiern in der Gemeinschaft anderer junger Familien das Leben und die Geburt. 

Beim Auftakt im Jahr 2021 haben die Kirchengemeinde Hardtberg, die Trinitatiskirchengemeinde und die Friedenskirchengemeinde ihre Familien eingeladen. Was in diesem Kreis begonnen hat, könnte sich 2022 für die gesamte Evangelische Kirche in Bonn durch ein gemeindeübergreifendes Projektteam ereignen. 

Segen tut gut – tragen wir ihn hinaus in die Welt! Das ist unser Auftrag!
Für das Segenberührt-Team: Pfarrerin Caroline Tippmann 

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Evangelische Johanniskirchengemeinde

Leben mit Krebs 

Entstanden ist diese Gruppe im Juli 2015 aus mehreren Seelsorgebeziehungen mit Frauen, die an Krebs erkrankt waren. Inzwischen treffen sich die Genesenen der ersten Stunde in einer privaten Freundinnengruppe, eine weitere Gruppe genesener Frauen trifft sich etwa vierteljährlich zum Austausch und die der akut Erkrankten, die momentan elf Frauen umfasst, trifft sich monatlich.* Das Gemeindeangebot ‚Leben mit Krebs‘ war immer offen über Gemeindegrenzen hinaus – allerdings nur für Frauen. Sie gehen nicht nur anders mit der Erkrankung um, die Krankheitsbilder wären sonst auch komplizierter zu besprechen. Mich begleitet das Thema dieser Erkrankung, die sich meist mit einer Todesdrohung ins Leben schleicht, seit einer intensiven Gottesdienstvorbereitung Anfang 2004 in der Marktkirche Essen, wo ich als Frauenpfarrerin tätig war. 

Nicht nur die Krankheit selbst, sondern auch die aktuell möglichen Therapien belasten den Körper und irritieren das bisherige Selbstverständnis. Im Gespräch können Ängste benannt werden, Ängste nach dem Schock der ersten Diagnose, vor dem Tod, um die Familie, um die körperliche Unversehrtheit, um die eigene Kraft, all das durchzustehen. Durch die Offenheit im Austausch kommt es bald zu einer großen Vertrautheit im Miteinander. Bei mir stehen im Hintergrund die Bücher von Maxie Wander, Susan Sontag, Audre Lord und anderen, die seit den 70er Jahren ihre eigene Geschichte aufgeschrieben und ihre Gefühle und Fragen dokumentiert haben. Wie kann ich die Sprache des eigenen Körpers verstehen? Wie kann ich meine Würde wahren in den Diagnostik- und Therapieprozessen? 

Wie komme ich von einer defizitorientierten zu einer ressourcenorientierten Selbstwahrnehmung? Wie finde ich zurück ins Land der Unversehrten? Geht das überhaupt? Ist es möglich, mein Leiden heilsam zu verwandeln in eine neue Kraft? Schon das Gesehenwerden in den oft intensiven Gesprächen hat heilende Wirkung. Gesehen werden die Frauen von den anderen in der Gruppe, aber auch von anderswoher … und auch das zu thematisieren wird von den Frauen selbst immer wieder eingefordert. 

* Die nächsten Termine – jeweils 19.30 Uhr im Pfarrhauswohnzimmer, Bahnhofstr. 65 – sind: 14. Juni, 19. Juli, 9. August, 13. September 2022
Ihre Pfarrerin Dagmar Gruß 

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Evangelische Kirchengemeinde am Kottenforst

Home Run – Die Baseballarbeit der Kottenforst Saints 

Alles begann 2004 auf einer Konfirmandenfreizeit mit zwei Baseballhandschuhen. Da entdeckten Jungen und Mädchen gleichermaßen Freude am Baseballspielen, bei dem Geschicklichkeit, Technik und Taktik gefragt sind und weniger der direkte körperliche Vergleich. Aus dem Spielen auf Freizeiten, für die eigens eine Schülerausrüstung von 213,70 Euro angeschafft wurde, erwuchs der Wunsch nach Sommercamps, nach eigenen Trikots, nach einem regelmäßigem Training und schließlich nach dem Bau eines eigenen Baseballplatzes, ein Wunsch, der 2011 in Erfüllung ging. Zwar ist der Platz eher ein Sandlot, ein Bolzplatz für Baseballer, aber seit letztem Jahr haben die Saints sogar Flutlicht. 

Auch Softball wird mittlerweile bei Saints gespielt. Da durch die jährlichen Schulprojekte mehr und mehr Kinder und Erwachsene Freude am Baseball fanden und an der Art, wie wir es praktizieren, wurde schließlich auch eine Kooperation mit den Bonn Capitals eingegangen, so dass die Kottenforst Saints als Nachwuchsteam unter dem Dach der Capitals in der Liga antreten konnten. Zur Zeit stellen die Saints jedes Jahr 3-4 Teams im Nachwuchsbereich und haben derzeit 95 Mitglieder, die aus Meckenheim, St. Augustin, Bonn und Alfter kommen und die Arbeit mit einem kleinen Jahresbeitrag finanzieren. Aus den 213,70 Euro ist mittlerweile ein jährliches Budget von rund 11.000 Euro geworden. Etliche National- und Bundesligaspieler sind aus den Saints hervorgegangen, wobei der sportliche Erfolg nicht im Mittelpunkt steht. Alle sollen mitspielen, denn der tragende Grund unserer Arbeit ist der Glaube. Die Trainingseinheit endet mit einer Andacht, in der zum Glauben an Jesus eingeladen wird. Baseball eignet sich hier besonders gut, ist es doch die einzige Sportart, bei der es wie im Glauben darum geht, nach „Home“ zu kommen. Unser Motto lautet: „Seeking to share the greatest story ever told through the greatest game ever played.” Weitere Informationen unter www.kottenforst-saints.de.
Pfarrer Andreas Schneider 

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Evangelische Lukaskirchengemeinde

Von den Waldensern lernen 

Evangelisch zu sein und zu bleiben in einer Welt, in der die Mehrheit anderen oder keinem Bekenntnis folgt – wie kann das funktionieren? Was für viele von uns neu ist, ist für die evangelische Minderheit in Italien – die Waldenser – seit Jahrhunderten schon Realität. Die Waldenser wurden lange Zeit von politischen Kräften und auch von der Inquisition brutal verfolgt und unterdrückt, bis sie schließlich ab 1870 in ganz Italien Fuß fassen konnten. Dieses Erbe tragen sie bis heute in ihre Art überzeugt und fast schon stoisch evangelisch zu sein mit ein. Und das bringt Vorteile: In Italien ist die überwältigende Mehrheit der Christinnen und Christen heute katholisch. Doch die Säkularisierung nimmt auch hier zu. Sich in einer solchen Situation zu behaupten und nicht im Strudel der geistlichen Angebote unterzugehen, gelingt den Waldensern schon lange. Wir wollen uns auf ihre Spuren begeben und das nicht einfach nur im Kopf, sondern ganz wörtlich: Im nördlichen Italien, in den Alpen der Region Piemonte, liegen die Waldenser Täler. Hierhin soll uns im September 2022, wenn alles gut geht, unser Weg führen. Wir wollen entdecken, wie es sich früher in den Täler gelebt hat und heute noch immer lebt. 

Außerdem können wir als Gemeinde von den Waldensern lernen, Wege als kleinere Einheit zu gehen und dennoch sichtbar zu bleiben. Seit einem halben Jahr planen wir die Reise und es gibt vieles zu bedenken: Von Corona-Schutzregeln über das Programm bis hin zur Werbung. Wir sind voller Elan und freuen uns auf tolle Eindrücke und Gespräche. Wenn Sie Lust haben mitzufahren, sind Sie herzlich eingeladen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Lukaskirchengemeinde. 

Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses sind noch Plätze frei. Melden Sie sich einfach im Gemeindebüro der Lukasgemeinde oder unter niels.wey[at]ekir.de.
Vikar Niels Wey 

Kontemplation – Sitzen in der Stille – Gebet der Ruhe 

Im Gemeindeforum Auerberg trifft sich seit einigen Jahren eine Gruppe von Menschen, die sich im wahrsten Sinn des Wortes „der Stille aussetzen“. Sie begeben sich ins Gebet der Ruhe und suchen die Stille jenseits der Geschäftigkeit. Es geht darum, sich einfach absichtslos der Gegenwart Gottes auszusetzen. Wir bereiten uns vor durch stille Körperübungen am Beginn der Stunde. Das hilft, bewusst im gegenwärtigen Moment und im Körper anzukommen. 

Dann setzen wir uns jede*r schweigend auf eine Sitzgelegenheit auf vorbereiteten Bodenmatten. Wir sind der Gemeinschaft gewahr und doch ist jede*r bei sich, beobachtet den eigenen Atem und versucht, die aufsteigenden Gedanken und Gefühle nur zu beobachten. Es geht um die Aufmerksamkeit für das, was gerade geschieht. Wir üben, nichts zu bewerten und immer wieder zurückzukehren in die Stille. Das ist der Weg in die Praxis des Gebetes der Ruhe. Zwischen den beiden zwanzigminütigen Einheiten des stillen Sitzens gibt es eine Gehmeditation. Außerdem lesen wir gemeinsam einen kurzen Impulstext aus der christlichen Mystik. Die gemeinsame Kontemplation hilft, sich zu zentrieren. Die Weggemeinschaft hilft, in der Übung zu bleiben. Diese Art gelebter Spiritualität weist über die Grenzen konfessioneller Bindungen hinaus. Und so ist es bezeichnend, dass sowohl evangelische als auch katholische Menschen das Angebot wahrnehmen. Es kommen Gemeindemitglieder als auch einige Menschen, die einen weiteren Weg auf sich nehmen, um jeden 1. und 3. Montag im Monat gemeinsam im Schweigen zu sitzen. Das Angebot ist offen für alle Interessierte. In einem Vorgespräch werden erste Informationen gegeben sowie Voraussetzungen zur Teilnahme und Fragen geklärt. Bei Interesse wenden Sie sich gerne an
Pfarrerin Michaela Schuster, Tel.: 0228/2278715 m.schuster[at]lukaskirchengemeinde-bonn.de; 

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Evangelische Lutherskirchengemeinde

Lutherkirche lädt zum „Gottesdienst im Kunstmuseum“ 

Der Dialog mit moderner Kunst prägt die Lutherkirchengemeinde seit den 1980er-Jahren und öffnet viele Türen zu inspirierenden Persönlichkeiten und neuen Milieus. In unserer Südstadt-Kirche finden sich zahlreiche Kunstwerke namhafter Künstlerinnen und Künstler. Die Lutherkirche versteht sich weniger als klassische Ausstellungskirche, sondern als Dialograum mit der Kunst. Besonders gefragt waren und sind darum Kunstwerke, die für unsere Kirche, wenn auch nur temporär, geschaffen wurden und werden. Aus diesen Begegnungen ist der „Gottesdienst im Kunstmuseum“ entstanden: im Mittelpunkt ein Kunstwerk aus dem Museum und eine Dialogpredigt mit dem langjährigen Vizedirektor des Museums Dr. Christoph Schreier. Liturgie ganz reduziert, konzentriert. 

Der Gottesdienst im Kunstmuseum Bonn, bundesweit in dieser Form einzigartig, zielt besonders auch auf kirchenferne Menschen, denen der Zugang über die Kunst Räume öffnet, eigener Spiritualität nachzuspüren. Er lebt von seinem experimentellen Charakter in Wortverkündigung, Musik und Kunstbetrachtung. „Erfinder“ dieses Formats sind mein Vorvorgänger Pfarrer Jürgen Faber und seine Frau Friederike. Mit dabei als Partner neben dem Kunstmuseum das Evangelische Forum Bonn. Eintritt natürlich frei, anschließend Nachgespräch bei Brot & Wein. Das nächste Mal: Mittwoch, 6. Juli 2022, 19.00 Uhr.
Pfarrer Joachim Gerhardt 

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Evangelische Trinitatiskirchengemeinde

Bibelgespräch im Hybrid-Format 

Am ersten Montag im Monat treffen sich in Trinitatis rund 15 Personen, um über biblische Texte ins Gespräch zu kommen. Das Besondere ist, dass wir hybrid tagen. In der Regel sind sieben bis acht Personen vor Ort, eine gleich große Anzahl schaltet sich online dazu. Durch den Einsatz einer Meeting Owl, die in der Mitte aufgestellt und mit einem Laptop verbunden ist, können sich alle gut sehen und hören. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dieser in Corona-Zeiten „geborenen“ Möglichkeit gemacht und wollen dabei bleiben. Wer online teilnehmen möchte, bitte eine Mail an uwe,grieser[at]ekir.de.
Pfarrer Uwe Grieser 

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Kirchenpavillon Bonn

„Bei Ihnen wohnt das Herz“, sagt Frau M., als sie sich dafür entscheidet, die Beerdigungsfeier für Ihren verstorbenen Mann im Kirchenpavillon ausrichten zu lassen. Andere Lokalitäten wären von der Größe her passender gewesen, aber hier hatte sie sich sofort wohlgefühlt. 

Manche Menschen kommen einfach zum Essen in unser Bistro, manche, weil man auch mit „kleinem Portemonnaie“ satt werden kann. Viele spüren das „Mehr“, das wir bieten. Frisch geerntete Produkte aus der Region zeigen, dass uns die Bewahrung der Schöpfung am Herzen liegt. Unser inklusiver Personalmix zeugt davon, dass wir den Wert jedes Menschen als einzigartiges Geschöpf Gottes zu würdigen versuchen. Die gestalteten Glasfenster verbergen in ihren Strichcodes 12 zentrale evangelische Begriffe. Der Kirchenpavillon ist sozusagen evangelisch vom Gebäude bis in die kleinsten praktischen Vollzüge hinein. Und immer wieder erzählen uns Gäste, dass sie die ruhige Atmosphäre hier so wohltuend finden. 

Der Kirchenpavillon ist mehr als ein Bistro, er bietet Gutes für Leib und Seele. Er ist Service- und Kontaktstelle der Evangelischen Kirche in Bonn, Kircheneintrittsstelle, Beratungsstelle. Frau B. zum Beispiel war als Studierende von Sozialberatungsstellen abgewiesen worden und fand die nötige Hilfe beim Ausfüllen eines Antrags bei unseren Soziallotsen. Die Evangelische Ehe- und Lebensberatungsstelle bietet Beratungstermine im Kirchenpavillon an und bereichert unser „Dinner for two“ mit Gesprächsimpulsen für Paare, die hier einen gemeinsamen Abend mit Vier-Gang-Menü und Live-Musik genießen. Das „Trauercafé“, eine ökumenische Initiative, wird von zwei katholischen Trauerbegleiterinnen moderiert. Und unser Grundprinzip ist, dass immer jemand als Gesprächspartner für Menschen zur Verfügung steht, denn persönliche Nöte halten sich nicht an Terminkalender. Gutes für Leib und Seele, auch mit unerwarteten religiösen Impulsen, manchmal mitten im Cafébetrieb, manchmal bei Aktionen. Friedenstauben falten und Kerzen anzünden gegen den Krieg vielleicht. Schauen Sie selbst, was gerade an Anregungen geboten wird! Vielleicht sehen wir uns demnächst am Kaiserplatz? Wir freuen uns auf Sie!
Martina Baur-Schäfer 

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Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn – Integrationsagentur Emfa

Seit ihrer Gründung 1989 ist die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit eine Einrichtung des Kirchenkreises Bonn, mit dem Ziel, Flüchtlinge, Asylsuchende, Migrantinnen und Migranten bei ihren rechtlichen, sozialen, und seelsorgerischen Problemen zu begleiten und zu beraten. Der Evangelische Kirchenkreis Bonn setzt sich in Zusammenarbeit mit den Bonner Gemeinden und städtischen Einrichtungen für die Belange von Migranten, Migrantinnen und Flüchtlingen ein. 

Mit einem kleinen Team von hautamtlichen Mitarbeitern, Mitarbeiterinnen und vielen ehrenamtlichen Helfern ist die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit eine unverzichtbare Anlaufstelle in Bonn geworden. Die gute Vernetzung mit anderen Organisationen und städtischen Einrichtungen kommt den Hilfesuchenden unmittelbar zugute. Wir als Integrationsagentur des evangelischen Kirchenkreises Bonn wählen die Schwerpunkte unserer Arbeit aus den Aufgabenfeldern entsprechend den örtlichen Gegebenheiten und arbeiten werteorientiert in folgenden Eckpunkten: 

1. Bürgerschaftliches Engagement von / für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
2. Interkulturelle Öffnung für Dienste und Einrichtungen
3. Sozialraumorientierte Arbeit
4. Anti-Diskriminierungssarbeit
5. Flüchtlingsarbeit 

Sozial-und Flüchtlingsberatung findet in folgenden Zeiten statt: Dienstag 10:00 – 12:00 Uhr, Donnerstag: 15:00 – 17:00 Uhr 

Sie erreichen uns: Migrapolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16 – 18, 53111 Bonn, Tel.: 0228 / 697491, emfa[at]bonn-evangelisch.de
Leitung EMFA/Integrationsagentur: Dr. Hidir Celik: h.celik[at]bonn-evangelisch.de Koordination Flüchtlingsarbeit und Ehrenamt: Carina Pfeil, mobil: 0174 165 85 44, c.pfeil[at]bonn-evangelisch.de 

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Glauben. Denken. Das Evangelische Forum Bonn

Die Arbeit im Evangelischen Forum hat das Ziel, den christlichen Glauben mit den unterschiedlichen Kräften und Strömungen unserer Gesellschaft in einen Dialog zu bringen. Es geht darum zusammen mit Partnerinnen und Partnern aus Kirche, Kultur und Gesellschaft, anregend und theologisch fundiert den Glauben und die Themen unserer Zeit zu reflektieren. 

In den Angeboten unseres zentralen Programms lege ich Wert darauf, dass die Themen eine Relevanz für die Gegenwart haben, im besten Fall neue Horizonte erschließen und zum Weiterdenken anregen. Die Predigt- und Vortragsreihe, die jedes Jahr im Frühjahr in der Friedenskirchengemeinde stattfindet, ist für mich dabei ein ganz wunderbares Beispiel dafür: Ein aktuelles Thema wird sonntags anhand der Auslegung von biblischen Texten in den Blick genommen und dann mittwochs durch die unterschiedlichsten Impulse aus Gesellschaft und Wissenschaft ergänzt. Das macht große Freude die Reihe gemeinsam zu entwickeln und dann durchzuführen. 

Als evangelisches Bildungswerk kommt dem Forum in besonderer Weise die Aufgabe zu, Ausdruck davon zu sein, dass die Evangelische Kirche ein Ort ist, an dem Glauben und Denken zusammengehört. Dass hier ein Ort ist, an dem diskutiert werden kann, Meinungen zivilisiert aufeinandertreffen und ausgetauscht werden. Bildung ist nicht nur ein zielgerichtetes, auf einen Zweck hin orientiertes Lernen von Eigenschaften, sondern das nicht endende Formen eines (Selbst-) Bewusstseins des /der einzelnen in dieser Welt und vor Gott. 

Darin sehe ich auch die Zukunft meiner Arbeit: Das Evangelische Forum als eine inhaltliche Scharnierstelle zwischen der Kirche und der pluralen Gesellschaft. Wenn die Arbeit gelingen soll, dann nur in der in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und den Partnerinnen und Partnern in der Bildungsarbeit vor Ort. Die Pandemie hat bei uns einen Veränderungsprozess rasant beschleunigt. Mit dem Wegfall von „klassischen Angeboten“ der Bildungsarbeit ist das Forum auch zu einem Laboratorium für verschiedene Projekte der evangelischen Bildungs- und der Stadt-Kirchen-Arbeit geworden: Seit 2020 gibt es den „X-Tra Platz“ vor der Kreuzkirche und wir bringen hier die unterschiedlichsten Themen mitten in die Stadt. Schauen Sie gerne vorbei! Ich freue mich auf Begegnungen mit Ihnen! Zögern Sie nicht uns auch Themenvorschläge zukommen zu lassen!
Pfarrer Martin Engels 

Unser aktuelles Programm finden Sie unter: www.evforum-bonn.de 

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freibonn: Jung – erwachsen – evangelisch

Unter dem Label „freibonn“ finden junge Erwachsene Angebote und Formate, die sich speziell an sie wenden. Dabei ist der Name Programm: 

„frei“ – denn: Alle Angebote möchten Freiräume für junge Menschen in der Kirche schaffen. Dazu gehört, dass es zuerst immer Räume sind, in denen die jungen Erwachsenen unter sich sind, damit sie im geschützten und offenen Rahmen entdecken können, was für sie passt. Außerdem bieten alle Projekte Möglichkeiten, mitzugestalten – sei es bei der Vorbereitung und Konzeption oder konkret bei der Auswahl der Kollekte oder der Wahl des Themas. Wechselnde Lebensumstände werden berücksichtigt, indem alle die Freiheit haben, unregelmäßig oder spontan teilzunehmen. 

„bonn“ – denn: Alle Angebote sind Kirche in der Region Bonn. 

Sie entziehen sich der Logik von Ortsgemeinden oder Kirchenkreisgrenzen, weil die meisten jungen Erwachsenen nicht in diesen Grenzen denken. Alle Projekte verbindet, dass sie einem guten Leben dienen möchten und sind damit im weitesten Sinne als evangelisch (=mit der frohen Botschaft Gottes verbunden) verstehen. 

Folgende Projekte laufen bereits bzw. sind in Planung: 

freidacht: Gottesdienst ohne Predigt mit viel Interaktion. Nächster Termin: 18.9., 18:00 Uhr, Johanneskirche 

freiland: Gemeinsam in der Gruppe ein Gemüsebeet beackern, läuft seit März an der Friedenskirche. Interessierte können noch dazu kommen. 

freigeist: Diskussion zu aktuellen gesellschaftlichen oder kirchlichen Themen, in unregelmäßigen Abständen. Letztes Thema im März: Fleisch? Vegan? Bio? – Richtig essen? 

freigang: Spaziergang mit mehreren Impulsstationen, in Planung für Herbst 2022. 

freischnauze: Improtheater. In Planung. 

kopffrei (Arbeitstitel): Yoga/Meditationsangebot. In Planung für Winter 2022. 

Qualitative Befragung von jungen Erwachsenen, um Interessen und Erwartungen besser kennenzulernen. Wird in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn im Wintersemester 2022/23 durchgeführt. 

Alle aktuellen Informationen auf frei-bonn.de, auf dem Instagramkanal „frei_bonn“ oder auf der Facebook-Seite „@freibonn“. Auf der Homepage kann auch ein E-Mail Newsletter abonniert werden.
Pfarrer Malte große Deters 

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Schule – Gemeinde zwischen den Gemeinden

Seit vielen Jahren bereiten Pfarrer Verhey und Pastorin Ziegler Schulgottesdienste für die Grund- und weiterführenden Schulen vor, die sich im Gebiet der Friedenskirchengemeinde befinden. Wir haben dabei die Möglichkeit, in die Schule zu gehen und gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern einer Lerngruppe und ihren Lehrerinnen oder Lehrern einen Gottesdienst für die ganze Schulgemeinschaft vorzubereiten und ihn dann in der Friedenskirche, in St. Quirin oder in St. Nikolaus zu feiern. Da alle Schulgottesdienste ökumenisch sind, hängt die Wahl des Kirchraums in der Regel von praktischen Gründen ab – kann man den Weg gut gehen, hat die Kirche die richtige Größe. Trotzdem erleben die Schülerinnen und Schüler die Kirche in der ihre Gottesdienste stattfinden als ihre Kirche. Weil ihre Schulgemeinschaft, ihre Schulgemeinde dort feiert. Unabhängig davon, wo die Kinder und Jugendlichen wohnen, wo also ihre Wohnortkirche ist und welcher Konfession sie angehören. 

Die meisten Schülerinnen und Schüler, mit denen wir Gottesdienste vorbereiten und feiern, sind nicht unsere Gemeindeglieder, da sich die Einzugsgebiete auch der Grundschulen, erst recht aber der weiterführenden Schulen nicht mit den Grenzen der Kirchengemeinde decken. Auch die Religions- oder Musik-Lehrer*innen, mit denen wir zusammenarbeiten, sind nicht unsere Gemeindeglieder, sondern wohnen überwiegend an anderen Orten. Daher werden wir öfter gefragt, ob sich das große zeitliche Engagement für die Schulgottesdienste denn für „unsere“ Gemeinde auszahlt. Wir glauben, die Frage ist falsch gestellt. Unsere Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern, den Lehrerinnen und Lehrern muss sich für die Schulgemeinde auszahlen, das ist über Orts- und Konfessionsgrenzen hinweg die Gemeinde für die wir in diesem Augenblick arbeiten. Wir möchten mit dieser Gemeinde ihren Glauben feiern und Antworten auf ihre Lebensfragen suchen. Darum ist es uns auch so wichtig in die Schule zu gehen und mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam die Gottesdienste vorzubereiten, damit dort wirklich ihre Sprache gesprochen und ihre Erfahrungen mit der biblischen Botschaft konfrontiert werden. Und wir erleben es tatsächlich so, dass für viele Schülerinnen und Schüler das Gefühl entsteht, zu einer Schulgemeinde zu gehören, die sich in einer bestimmten Kirche trifft. In dieser Kirche feiern sie das Kirchenjahr und das Schuljahr. Und diese Kirche begleitet sie und ihre Familien mit Einschulungs-, Schulentlass- und Abiturgottesdiensten an den wichtigen Übergangspunkten ihres Lebens. 

Für uns ist die Schulgemeinschaft selbst eine Gemeinde – eine Gemeinde zwischen den Ortsgemeinden, denen die Schülerinnen und Schüler ja alle auch angehören. Und insofern zahlt sich diese Arbeit natürlich auch für unsere und viele andere Ortsgemeinden aus. Denn die Schülerinnen und Schüler nehmen ihre hoffentlich guten Erfahrungen mit Gottesdienst und Kirche mit in ihre Wohnortgemeinde. Und sie bringen umgekehrt ihre Erfahrungen und Traditionen aus ihren Wohnortgemeinden mit in die Schulgottesdienstvorbereitung: Sie schlagen Lieder vor, beschreiben Aktionen oder Rituale, die sie in ihrer Wohnortgemeinde kennengelernt haben und die ihnen wichtig sind. Da kommen in einer Lerngruppe, die sich aus Kindern oder Jugendlichen aus vielen verschiedenen Ortsgemeinden zusammensetzt manche Schätze zusammen, die auch für uns neu und anregend sind.
Pfarrer Michael Verhey, Pastorin Annette Ziegler 

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